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Leidenschaftliche Fans an der Strecke des Brasil Ride. Foto: zVg

Podestplätze für Irina Lützelschwab an MTB-Ultra-Marathons in Mexiko und Brasilien

(chs) Zum Abschluss ihrer durchzogenen Saison 2024 hat sich die Wallbacher Montainbikerin Irina Lützelschwab (Team Bulls Swiss) zwei exotische Rennen ausgesucht. Zuerst nahm die 28-jährige Profi-Sportlerin am Ein-Tages-Rennen Chupacabras in Mexiko teil und eine Woche später bewältigte sie den Mehrtage-Event Brasilride in Bahia. Dabei brillierte die Ausdauersportlerin mit einem 1. und einem 2. Rang.

Sieg am Chupacabras-Mexiko
Nach einer längeren Anreise zuvor, fand Irina Lützelschwab schnell ihren eigenen Rhythmus für das 100  km lange mit 2000 Höhenmetern gespickte Mountainbike-Rennen. Unter den rund 2500 Startenden (950 davon auf der längsten, der 100-km-Strecke, mit einem Frauen­anteil von 52), setzte sich die Schweizerin schnell an die Spitze ihres Feldes und gewann in einer Zeit von 4 Stunden und 23 Minuten. Was sich so flüssig liest, entlockt der bescheidenen Fahrerin die Worte: «Sehr hart.» Sie berichtet von den steinigen, anspruchsvollen Trails, die 75 Prozent der Strecke ausmachten, vom Wüstengebiet mit Sand und der schlechten Luftqualität, welche das Atmen erschwerten. Lützelschwab hat trotz allem viele Eindrücke aus diesem Grenzgebiet (Konfliktpotenzial Grenzmauer zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten) wahrgenommen und über die euphorische Atmosphäre mit unzähligen Radsportbegeisterten an der Strecke und im Ziel gestaunt.

Lützelschwab kämpft sich durch-bei misslichen Bedingungen. Foto: zVgZweite am Brasil Ride-Bahia
Das Brasil Ride ist ein sieben Tage dauerndes Etappenrennen und läutet für viele Marathonisten das Saisonende ein. Das Streckentotal des einzigartigen Events beträgt 554 km und an Höhenmeter kommen stolze 9900 zusammen. – Die ersten drei Tage regnete es stark und lehmiger Untergrund und «Regenwald»-Verhältnisse erschwerten die Fahrtechnik, danach sprangen die Temperaturen auf plus 35 Grad. Irina Lützelschwab kämpfte, nach der frühen Vorentscheidung durch die erfahrene Holländerin Tessa Kortekaas, um den 2. Gesamtrang. Nach der zweiten Etappe wurde ins Landesinnere gefahren, wo die Athleten die nächsten drei Tage in Zelten übernachteten. Die vermeintliche Ruhezeit bedeutete eine nächste Herausforderung, gegen die Elemente Wasser und Hitze. Zum Glück habe sie einen guten Mechaniker bekommen, betont Irina Lützelschwab. Der Fachmann habe das Bike täglich sorgfältig gewartet und sie habe keinen einzigen Defekt gehabt. Die 5. Etappe, fast 140 km lang, führte zurück ans Meer und an den Startort Bahia. Am darauffolgenden Tag, es musste als Einzelzeitfahren absolviert werden, stürzte Irina Lützelschwab nach 10 km unglücklich und brach sich die Hand – wie sich später herausstellte. Trotzdem nahm sie auch die letzte kürzere Etappe über 50 km, gespickt mit technisch anspruchsvollen Trails, unter die Pedale und kämpfte sich ins Ziel. Damit rettete die taffe Ausdauersportlerin den anvisierten 2. Platz in der Gesamtwertung, mit einer Zeit von 26:03 Stunden, noch gute zehn Minuten vor der drittplatzierten Brasilianerin Karen Fernandes Olimpio. Im Nachhinein beschreibt Irina Lützelschwab, trotz tollen und erlebnisreichen Tagen mit vielen Zuschauenden, dieses Mehrtagerennen als ihr bisher härtestes Etappenrennen.

Fokus auf die neue Renn-Saison
Nach der OP zuhause in der Schweiz pausierte die Sportlerin zwei Wochen, danach trainierte sie erstmals wieder auf der Rolle. Ihr nächstes Ziel im neuen Jahr ist das Andalucia Bike Race Ende Februar in Spanien. Einen Monat später hat die Ultra-Bikerin erneut Grosses vor und will am Cape Epic in Südafrika starten.

Bilder
Erstes Bild: Leidenschaftliche Fans an der Strecke des Brasil Ride. Foto: zVg
Zweites Bild: Lützelschwab kämpft sich durch-bei misslichen Bedingungen. Foto: zVg