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23 Lernende haben die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden. Foto: zVg

Nachwuchs für die Pflege der Wälder: Nach erfolgreichem Lehrabschluss haben im Aargau 23 Forstwarte ihren Fähigkeitsausweis erhalten

(lp) «Die Lehrabschlussfeier ist ein Anlass, der mir extrem Freude bereitet«, gestand Christoph Schmid, der Präsident des Aargauischen Forstpersonalverbandes, des früheren Försterverbandes, an der Feier in Aarau. «Ihr habt einen speziellen Beruf gewählt», wandte er sich an die 23 Forstwarte, welche die Lehrabschlussprüfung erfolgreich bestanden haben. Schmid wies auf die vielfältigen Funktionen des Waldes hin – auch als Kühlfaktor, wie er mit Aktualitätsbezug feststellte. «Es ist daher wichtig, dass es Berufsleute gibt, die sicherstellen, dass der Wald seine Wirkungen auch weiterhin entfalten kann. Die Lehrabschlussprüfung ist geschafft. Jetzt erfolgt der Start in einen neuen Lebensabschnitt.»

Im Werkhof des Forstbetriebs der Stadt Aarau, in dessen Revier der praktische Teil der Prüfungen durchgeführt worden war, konnten 23 der 24 Lernenden, die sich der Prüfung gestellt hatten, ihren Fähigkeitsausweis in Empfang nehmen. Die Ehrenaxt für die besten Gesamtnoten erhielten Julian Meier (Klettgau D, Forstbetrieb Würenlingen) mit einer Gesamtnote von 5,5; Noah Strebel (Sarmenstorf, Forstbetrieb Lindenberg) Gesamtnote 5,2 und Nathanael Nater (Kölliken, Forstbetrieb Suhrental-Ruedertal) Gesamtnote ebenfalls 5,2. Wie Chefexperte Markus Dietiker sagte, haben 11 der 24 Lernenden, die sich der Prüfung gestellt hatten, mit der Note 5 oder besser abgeschnitten. Die Gesamt-Durchschnittsnote betrug 4,9. Den Preis von Pro Holz Aargau überreichte Pro-Holz-Präsident Anton Möckel an Julian Meier, Noah Strebel und Manuel Helfenberger (Aesch, Lehrbetrieb Wiss AG, Dietwil).

Alle erfolgreichen Absolventen der Prüfung erhielten das obligate Sackmesser des Forstpersonalverbandes und von Trudi Müller und Rolf Wehrli vom Verband der Aargauer Ortsbürgergemeinden einen Schlüsselanhänger. Mit einem gewichtigen Geschenkkorb revanchierten sich die jungen Berufsleute bei Louis Geiser vom BWZ, der sie als Berufskundelehrer durch die ganze Lehrzeit unterrichtet hatte.


Keine Ausbildung ohne Investitionen
«Ich habe mit grosser Freude erfahren, dass 23 Lernende die Lehrabschlussprüfung bestanden haben», so Fabian Dietiker, Leiter der Abteilung Wald beim Kanton. «Ihr habt viel in diesen Abschluss investiert», richtete er sich an die Forstwarte. «Der Einsatzwille und die Ausdauer haben sich gelohnt. Ich bin überzeugt, dass Ihr über eine gute Basis für das Berufsleben verfügt.» Fabian Dietiker unterstrich die Bedeutung der Ausbildung, gab aber auch zu bedenken: «Ohne Investitionen in die Ausbildung ist es nicht möglich, dass die Wälder ihre Aufgabe erfüllen können.» Dann forderte er die jungen Berufsleute auf, sich als Rosenkavaliere zu betätigen und ihren Müttern eine rote Rose zu überreichen – als Dank für den «matchentscheidenden Einsatz bei der Berufsausbildung», wie er betonte.

«Mit dem Fähigkeitsausweis im Sack könnet Ihr Euch jetzt ein Weilchen zurücklehnen», wandte sich Chefexperte Markus Dietiker an die jungen Forstwarte. «Aber es beginnt die Zeit des Aufbruchs.» Er wünschte den Forstwarten viel Freude am Beruf, stellte aber auch fest: «Etwas schmerzlich stimmt, dass der grösste Teil von Euch in fünf Jahren nicht mehr im Beruf tätig sein wird. Obwohl in den Forstberufen gute Chancen bestehen.»
Markus Dietiker dankte allen Beteiligten an der Lehrabschlussprüfung, insbesondere Stadtförster Roger Wirz und seinem Team.

Bild: 23 Lernende haben die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden. Foto: zVg