(pd) Was bedeutet das Projekt «Frühe Förderung» für die Fachpersonen aus dem Frühbereich und für zukünftige Spielgruppenkinder? «Für eine erfolgreiche Umsetzung des kantonalen Projektes brauchen die Spielgruppen Unterstützung», fordert der Verein Fachstelle Spielgruppen Aargau.
Das neue Schulgesetz und die Umsetzung verschiedener Bildungsprojekte werden den Bildungsbereich in den kommenden Jahren vor bedeutende Herausforderungen stellen, so die Fachstelle. Im Zentrum stehe dabei die Frage, wie das Ziel «Jedes Kind am richtigen Ort zur richtigen Zeit» erfolgreich umgesetzt werden könne. Dies betreffe nicht nur die Volksschule, sondern bereits den Frühbereich und damit die zukünftigen Spielgruppenkinder.
«Die frühe Kindheit ist eine prägende Lebensphase, in der wichtige Grundlagen für den weiteren Bildungsweg und die persönliche Entwicklung gelegt werden. Kinder haben das Recht auf sichere und qualitativ hochwertige Bildungsorte, an denen sie aufmerksam, achtsam und professionell von gut ausgebildeten pädagogischen Fachpersonen begleitet werden. Spielgruppen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Die Arbeit der Spielgruppenleitenden basiert auf anerkannten pädagogischen Grundlagen wie dem Orientierungsrahmen für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE), den Grundsätzen der Spielgruppenpädagogik sowie den Qualitätsmerkmalen des Schweizerischen Berufsverbands der SpielgruppenleiterInnen (SSLV)», schreibt der Verein in seiner Medienmitteilung.
«Spielgruppen sind wichtige Bildungsangebote. Sie fördern die kognitive, sprachliche, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern, unterstützen deren erfolgreiche Bildungs- und Entwicklungswege und ermöglichen individuelles und selbstbestimmtes Lernen», meint Iris Kuhn, Vorstandsmitglied Verein Fachstelle Spielgruppen Aargau. Vor diesem Hintergrund sei jetzt der richtige Zeitpunkt, die Rahmenbedingungen für Spielgruppen zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Dazu gehöre eine umfassende und nachhaltige Optimierung der Finanzierungsmodelle sowie die konsequente Ausrichtung auf verbindliche Qualitätsstandards. Nur so könne sichergestellt werden, dass alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft Zugang zu qualitativ hochwertigen Angeboten im Frühbereich erhielten. Wie in den Medien zu lesen war, stehe der Kanton Aargau finanziell sehr gut da und könne die nötige Unterstützung der Spielgruppen erbringen. Die Stärkung der Spielgruppen sei eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und damit in die Zukunft unserer Gesellschaft. Frühkindliche Bildung verdiene die notwendige politische, gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung, heisst es in der Mitteilung.