Ein Produkt der  
Die grösste Wochenzeitung im Fricktal
fricktal info
Verlag: 
Mobus AG, 4332 Stein
  Inserate: 
Texte:
inserat@fricktal.info
redaktion@fricktal.info
Fricktalwetter
Überwiegend bewölkt
20.6 °C Luftfeuchtigkeit: 93%

Mittwoch
16.8 °C | 26.4 °C

Donnerstag
14.3 °C | 29.2 °C

«Bildung Aargau» nimmt Stellung zur Sprachstrategie und zum Frühfranzösisch

(eing.) «Bildung Aargau» begrüsst die anstehende Debatte um Frühfranzösisch im Kanton Aargau. Eine Umfrage unter den Mitgliedern ergab, dass die Mehrheit zwei Fremdsprachen auf der Stufe der Primarschule kritisch sieht.

«Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Sprachenlernen im frühen Kindesalter einfacher geht als zu einem späteren Zeitpunkt. Leider reicht die Lektionendotation für ein Sprachbad nicht aus Auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für gelingendes Lernen einer zweiten Fremdsprache in der Primarschule sind im Kanton Aargau nicht gegeben», sagt Colette Basler, Präsidentin von «Bildung Aargau».

«Bildung Aargau» hat aber offene Fragen zur konkreten Umsetzung, wenn die zweite Fremdsprache allenfalls in den Zyklus 3 (Oberstufe) verschoben wird: So sei klar, dass dort die Zahl an Fremdsprachenlektionen erhöht werden müsse. Ausserdem benötige diese Verschiebung angepasste Lehrmittel und eine angepasste Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule (PH). All diese Massnahmen verursachten Kosten, heisst es in der Medienmitteilung.

Weiter beschäftigt die Mitglieder von «Bildung Aargau», welche Lektionen in der Oberstufe zugunsten einer zweiten Fremdsprache reduziert würden. Welches Fach müsste Federn lassen? «Bildung Aargau» erwartet, dass die Regierung solche Fragen unter Einbezug der Direktbetroffenen rasch klärt. «Es darf nicht sein, dass die Volksschule mit einer weiteren Grossbaustelle belastet wird. Auch darf eine derart grosse Reform nicht einfach den Gemeinden beziehungsweise den Schulen vor Ort aufgebürdet werden», so «Bildung Aargau». Der Kanton müsse begleiten und seine Expertise einbringen. Dazu brauche es genügend Fachpersonal. Verwaltungsbremsen und Kostenneutralität seien dabei nicht hilfreich.