(pd) Der Berufseinstieg in der Apotheke ist attraktiv: Eine Rekordzahl junger Frauen und Männer starten nach ihrem erfolgreichen Lehrabschluss in die Apothekenwelt und leisten künftig einen wichtigen Beitrag zu einer kompetenten, persönlichen und wohnortnahen Gesundheitsversorgung im Kanton Aargau.
Am 24. Juni durften 97 Absolventinnen und Absolventen in der Bärenmatte in Suhr ihren erfolgreichen Lehrabschluss feiern und ihr Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis entgegennehmen. In den vergangenen drei Jahren haben sie mit viel Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Lernbereitschaft wertvolle Kompetenzen erworben. Nun sind sie bereit, ihr Wissen im Berufsalltag einzusetzen und die Zukunft der Apotheken aktiv mitzugestalten.
16 Muttersprachen: Mehrsprachigkeit als Plus
Der Aargauische Apothekerverband freut sich besonders über die Vielfalt des Berufsnachwuchses: Die Absolventinnen und Absolventen sprechen insgesamt 16 verschiedene Muttersprachen. «Diese Mehrsprachigkeit ist eine wertvolle Bereicherung für die Apothekenteams und ermöglicht eine kompetente Betreuung von Kundinnen und Kunden aus unterschiedlichen sprachlichen wie auch kulturellen Hintergründen», ist Silvana Wenzinger, Vizepräsidentin des Aargauischen Apothekerverbands, überzeugt.
Attraktiver Arbeitgeber und tragende Säule der Grundversorgung
Apotheken sind wichtige Ausbildungsstätten und Arbeitgeber. Sie schaffen attraktive Arbeitsplätze, fördern Integration und bieten Menschen verschiedenster Herkunft berufliche Perspektiven – ein Gewinn für unsere Branche und die Gesellschaft.
Weiter sind Dienstleistungen und Angebote der Apotheken ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Grundversorgung. Dabei nehmen die Fachfrauen/Fachmänner Apotheke EFZ eine tragende Rolle an der Schnittstelle zwischen der Ärztin oder dem Arzt und der Apotheke ein. Sie kennen die örtlichen und regionalen medizinischen Leistungserbringer. In der Warenbewirtschaftung haben sie einen entscheidenden Einfluss auf den ressourcenschonenden Umgang mit Produkten und Medikamenten sowie deren korrekte Lagerung und umweltgerechte Entsorgung.
Vielfältige Aufgaben vor und hinter den Kulissen
Der Berufsalltag der jungen Fachkräfte ist vielseitig. Sie arbeiten in Apotheken unterschiedlicher Grösse, sowohl im ländlichen Raum als auch in städtischer Umgebung. Dabei sind sie häufig die erste Ansprechperson für Kundinnen und Kunden. Sie beraten selbständig, klären Anliegen ab und führen im Auftrag der zuständigen Fachperson Behandlungen durch. Auch hinter den Kulissen übernehmen sie wichtige Aufgaben, etwa in der Organisation, Administration und Warenbewirtschaftung.
Reform der Ausbildung trägt Früchte
Die neue Berufsbezeichnung und eine neue Ausbildung wurden 2021 eingeführt. Im Sommer 2024 schloss der erste Jahrgang nach dem neuen Ausbildungsmodell ab. Seither zeigt sich, dass die Neupositionierung des Berufs Wirkung entfaltet: Sowohl die Zahl der Lehrabschlüsse als auch das Interesse an der Ausbildung nehmen zu.
Neben fundiertem Fachwissen vermittelt die Ausbildung verstärkt praxisnahe Handlungskompetenzen sowie wichtige berufliche Werte. Einen besonderen Stellenwert haben dabei die sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten im Umgang mit Kundinnen und Kunden. Unter fachkundiger Aufsicht führen die jungen Berufsleute Abklärungen und Gesundheitschecks durch und leisten so einen wertvollen Beitrag zu einer kostenbewussten und wohnortnahen medizinischen Grundversorgung im ganzen Kanton.
Dank und weiterhin viel Erfolg!
Der Aargauische Apothekerverband dankt allen Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern, Lehrpersonen, Familien und Ausbildungsbetrieben für ihr Engagement und ihre wertvolle Unterstützung. «Wir gratulieren den Absolventinnen und Absolventen herzlich und wünschen ihnen viel Freude und Erfolg auf ihrem weiteren Berufsweg», so Hans Jürg Engel, Präsident des Aargauischen Apothekenverbands.